Digitale Personalplanung im Krankenhaus: Dienstplanung von Pflegepersonal auf der Coople Plattform
Veröffentlicht am 31 Oct 2024

Fachkräftemangel im Gesundheitswesen: So sichern Schweizer Pflegebetriebe ihre Personalplanung

Inhaltsverzeichnis

Der Fachkräftemangel im Gesundheitswesen bleibt 2026 eine der grössten Herausforderungen für Schweizer Gesundheitseinrichtungen. Gleichzeitig gehören flexible Personalmodelle und Temporäreinsätze längst zum Versorgungsalltag. Nicht nur, um kurzfristige Ausfälle abzufangen, sondern auch, um Spitzenzeiten abzudecken, Stammpersonal zu entlasten und Versorgungssicherheit aufrechtzuerhalten. 

Temporärpersonal ist deshalb nicht per se eine Notlösung. Entscheidend ist, wie es eingesetzt wird. Werden Einsätze punktuell und unstrukturiert besetzt, entstehen oft hoher Einarbeitungsaufwand und wenig Kontinuität. Werden flexible Fachkräfte dagegen als wiederkehrender, vertrauter Pool aufgebaut, werden sie Teil einer nachhaltigen Personalstrategie. 

Vorausschauende Personalplanung im Gesundheitswesen bedeutet heute genau das: einen verlässlichen Pool vertrauter Fachkräfte aufzubauen, der bei Bedarf sofort einsatzbereit ist. 

Genau hier setzen Favoritenpools an. Sie helfen Einrichtungen, Kontinuität in der Versorgung sicherzustellen, Einarbeitungsaufwand zu reduzieren und personelle Lücken schneller zu schliessen. 


Fachkräftemangel im Gesundheitswesen in der Schweiz: Die aktuelle Lage 

Warum bleibt der Pflegebereich eine der am stärksten vom Fachkräftemangel betroffenen Branchen? 

Laut dem Adecco Fachkräftemangel Index zählen Gesundheitsberufe, insbesondere diplomierte Pflegefachpersonen und Fachpersonen Gesundheit (FaGe), weiterhin zu den am schwierigsten zu besetzenden Berufsgruppen der Schweiz. 

Die Entwicklung zeigt, dass es sich längst nicht mehr um kurzfristige Personalengpässe handelt, sondern um ein strukturelles Versorgungsproblem: 

Die Ursache liegt in einem doppelten Druck: Eine alternde Bevölkerung erhöht den Pflegebedarf, während gleichzeitig erfahrene Fachkräfte aus dem Erwerbsleben ausscheiden. Klassische Personalplanung allein reicht dafür zunehmend nicht mehr aus. 


Die grössten Herausforderungen für Pflegebetriebe 

1. Schwierigkeit, zuverlässiges Personal zu finden 

Ob Spital, Pflegeheim oder Spitex: Viele Einrichtungen beginnen bei kurzfristigen Ausfällen immer wieder bei null. Ohne verlässlichen Personalpool werden Besetzungen zum permanenten Reaktionsmodus. 

2. Aufwändiger Rekrutierungsprozess 

Die Rekrutierung von Pflegepersonal kostet Zeit und beansprucht interne Ressourcen. Besonders ineffizient wird es, wenn Mitarbeitende nur kurz eingesetzt werden oder früh wieder abspringen. 

3. Hoher Einarbeitungsaufwand bei jeder Neubesetzung 

Neue Fachkräfte müssen Abläufe, Dokumentation und Teamstrukturen erst kennenlernen. Das kostet Produktivität und erhöht die Belastung im Team. 

4. Personalengpässe in Spitzenzeiten 

Ferienzeiten, Krankheitswellen oder kurzfristige Ausfälle treffen Einrichtungen besonders hart. Fehlt dann eingearbeitetes Reservepersonal, steigt die Belastung für Stammteams massiv. 

5. Hohe Fluktuation und Berufsausstiege 

Arbeitsbelastung, mangelnde Flexibilität und fehlende Entwicklungsperspektiven treiben Fachpersonen aus Einrichtungen – oder ganz aus dem Beruf

Einrichtungen stehen deshalb zunehmend vor zwei Aufgaben gleichzeitig: 

Genau hier verschiebt sich der Blick von kurzfristiger Personalbeschaffung hin zu strategischer Personalplanung. Es geht nicht mehr nur darum, Lücken zu besetzen, sondern Arbeitsmodelle zu schaffen, die Versorgungssicherheit und Mitarbeiterbindung gleichzeitig stärken.  


Warum flexible Personalmodelle Teil der Antwort sind 

Die Schweizer Pflegeinitiative bringt das Thema Arbeitsbedingungen noch stärker in den Fokus. Gleichzeitig zeigen die aktuellen politischen Debatten 2026 auch, dass zentrale Forderungen rund um Arbeitszeit, Personaldotierung und Entlastung weiterhin umstritten sind. Für viele Einrichtungen bedeutet das: Verbesserungen werden diskutiert, operative Lösungen werden aber schon heute gebraucht. 

Für Gesundheitseinrichtungen steigen damit nicht nur die Erwartungen an Versorgungsqualität, sondern auch an Planbarkeit, Mitarbeiterbindung und attraktive Einsatzmodelle. Flexiblere Personalmodelle werden zunehmend Teil einer nachhaltigen Personalstrategie, nicht nur eine Reaktion auf Personalengpässe. 

Gerade Fachpersonen Gesundheit (FaGe) und diplomierte Pflegefachpersonen suchen verstärkt Modelle mit mehr Einfluss auf Arbeitszeiten, Vereinbarkeit und Einsatzplanung. Auch die öffentliche Debatte rund um die Umsetzung der Pflegeinitiative zeigt, wie zentral genau diese Themen für Berufsverbleib und Arbeitgeberattraktivität geworden sind. 

Auch Cooples Gesundheitswesen-Umfrage 2025 mit 504 Pflegefachkräften unterstreicht diesen Wandel: 69% verzichten bewusst auf Vollzeit, und fast jede dritte Fachkraft wünscht sich vollständige Flexibilität bei der Einsatzgestaltung. Das zeigt: Flexible Arbeitsmodelle sind für viele Fachkräfte längst keine Ausnahme mehr, sondern eine Selbstverständlichkeit. 

Interessant ist dabei: Selbst in der aktuellen Diskussion rund um die Pflegeinitiative werden interne Springer- und Poolmodelle zunehmend als Teil möglicher Lösungen genannt, um kurzfristige Ausfälle abzufedern und Mitarbeitende zu entlasten. Das unterstreicht, dass flexible Poolmodelle nicht im Widerspruch zu besseren Arbeitsbedingungen stehen, sondern sie unterstützen können. 

Einrichtungen, die bereits heute auf verlässliche interne oder flexible Personalpools setzen, sind deshalb besser aufgestellt – operativ und als Arbeitgeber. 

Wie gelingt flexible Personalplanung, ohne ständig neue Temporärkräfte einzuarbeiten? 


Wie Favoritenpools Personalengpässe abfedern 

Eine wirksame Antwort darauf sind strukturierte Favoritenpools. Statt jede Vakanz neu zu besetzen, arbeiten Einrichtungen mit bewährten Fachkräften, die bereits eingearbeitet sind und wiederkehrend eingesetzt werden können. 

So entsteht mehr Kontinuität, weniger Einarbeitungsaufwand und mehr Sicherheit in der Einsatzplanung. 

Was Favoritenpools in der Praxis ermöglichen 


So unterstützt Coople beim Aufbau von Favoritenpools 

Coople unterstützt Schweizer Gesundheitseinrichtungen mit einem Pool von über 30'000 qualifizierten Fachkräften, darunter diplomierte Pflegefachpersonen (HF/FH), Fachpersonen Gesundheit (FaGe), medizinische Praxisassistentinnen (MPA) und Pflegehilfen SRK. 

Mit einem gepflegten Favoritenpool können Einrichtungen: 

Bei Bedarf übernimmt Coople zusätzlich auch Lohnabrechnung, Sozialversicherungen und administrative Prozesse. 


Try & Hire oder Payrolling als Ergänzung zum Favoritenpool 

Neben Favoritenpools bietet Coople ergänzende Lösungen für unterschiedliche Personalbedarfe. 

Mit Try & Hire arbeiten Kandidatinnen und Kandidaten zunächst flexibel über Coople und können später direkt fest angestellt werden. 

Vorteile: 

Sie haben bereits eine geeignete Fachperson gefunden, möchten aber die Administration auslagern? 


Mit Payrolling übernimmt Coople: 

Ideal zur Entlastung interner HR-Ressourcen. 


Die wichtigsten Vorteile von Coople auf einen Blick 

 

Jetzt unverbindlich beraten lassen 

Der Fachkräftemangel verlangt nicht nur kurzfristige Reaktionen, sondern strukturelle Antworten. Favoritenpools helfen Einrichtungen, Versorgungssicherheit, Flexibilität und Mitarbeiterbindung gleichzeitig zu stärken, und machen flexible Personalmodelle vom Notfallinstrument zur langfristigen Strategie. 

Ob kurzfristige Ausfälle, Spitzenzeiten oder langfristige Personalgewinnung: Coople unterstützt Gesundheitseinrichtungen mit flexiblen und planbaren Lösungen. 

Mehr dazu auf unserer Seite für Personallösungen im Gesundheitswesen, oder sprechen Sie direkt mit unserem Team. 

Guido Roos

Senior New Business Manager
guido.roos@coople.com

+41 44 554 50 26 

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