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Temporäre Fachkräfte spielen eine immer wichtigere Rolle im Gesundheitswesen, werden jedoch häufig unterschätzt. Die Coople Gesundheitswesen-Umfrage 2026 zeigt, welchen Mehrwert sie für Einsatzbetriebe bieten, warum sich die Erwartungen der Gesundheitsfachkräfte verändern und welche Rolle flexible Arbeitsmodelle dabei spielen.

Die Ergebnisse machen deutlich: Der Fachkräftemangel in der Pflege lässt sich nicht allein durch mehr Rekrutierung lösen. Ebenso wichtig ist eine Personalstrategie, die den veränderten Erwartungen des Arbeitsmarktes Rechnung trägt.
Besonders bemerkenswert ist, dass sich dieses Bild bereits im Vorjahr abgezeichnet hat. Schon die Gesundheitswesen-Umfrage 2025 zeigte, dass flexible Arbeitsmodelle für viele Gesundheitsfachkräfte wichtiger werden. Die Ergebnisse von 2026 bestätigen, dass es sich um einen strukturellen Wandel des Arbeitsmarktes handelt.
Um besser zu verstehen, welche Faktoren Gesundheitsfachkräfte heute bewegen, hat Coople im Frühjahr 2026 insgesamt 385 aktive Gesundheitsfachkräfte aus der Schweiz befragt.
Die Befragung umfasst Fachpersonen aus unterschiedlichen Berufsgruppen des Gesundheitswesens – darunter Fachfrauen und Fachmänner Gesundheit (FaGe), Pflegehelfende SRK sowie weitere qualifizierte Gesundheitsfachkräfte, die über die Coople-Plattform Einsätze übernehmen.
Im Mittelpunkt der Umfrage standen Fragen wie:
Die Ergebnisse liefern nicht nur Einblicke in die Erwartungen temporärer Gesundheitsfachkräfte. Sie zeigen auch auf, welche Entwicklungen Personalverantwortliche bei ihrer Personalplanung berücksichtigen sollten.
Eine der deutlichsten Erkenntnisse der Gesundheitswesen-Umfrage 2026 betrifft das gewünschte Arbeitspensum.
71% der befragten Gesundheitsfachkräfte geben an, bewusst keine Vollzeitstelle anzustreben.

Davon möchten:
Lediglich 29% wünschen sich eine Vollzeitbeschäftigung.
Auf den ersten Blick könnte dieses Ergebnis überraschen. Tatsächlich deutet es jedoch weniger auf eine sinkende Arbeitsbereitschaft hin als auf einen grundlegenden Wandel der Erwartungen.
Viele Gesundheitsfachkräfte möchten ihren Beruf weiterhin ausüben, allerdings in Arbeitsmodellen, die sich besser mit ihrem Leben vereinbaren lassen.
Die wichtigsten Gründe gegen eine Vollzeitstelle sind:
Auch die offenen Antworten der Befragten zeichnen ein konsistentes Bild.
Neben einer besseren Vergütung wünschen sich viele vor allem mehr Wertschätzung, ausreichend Personal in den Teams, verlässlichere Dienstplanung und mehr Einfluss auf die eigene Arbeitszeitgestaltung.
Diese Ergebnisse legen nahe, dass der Fachkräftemangel in der Pflege nicht ausschliesslich auf fehlende Fachkräfte zurückzuführen ist. Ebenso relevant ist die Frage, unter welchen Bedingungen qualifizierte Gesundheitsfachkräfte bereit sind, ihre Arbeitskraft langfristig einzubringen.
Ein besonders spannendes Ergebnis der Umfrage betrifft die Wahrnehmung temporärer Fachkräfte.
Die Befragten sehen ihren eigenen Beitrag für Einsatzbetriebe sehr klar.
Als grössten Mehrwert nennen sie:

Gleichzeitig nehmen 74% mindestens ein Vorurteil gegenüber Temporärkräften wahr.
Am häufigsten genannt werden:
Hier zeigt sich eine deutliche Diskrepanz zwischen Selbstbild und Fremdwahrnehmung.
Die Ergebnisse der Umfrage legen nahe, dass temporäre Fachkräfte ihren Beitrag zur Versorgung häufig anders einschätzen als er im Arbeitsalltag wahrgenommen wird. Wo Integration gelingt und Aufgaben klar definiert sind, profitieren Einsatzbetriebe jedoch von zusätzlicher personeller Flexibilität und einer spürbaren Entlastung ihrer Teams.
Die Gesundheitswesen-Umfrage 2026 macht deutlich: Der Arbeitsmarkt im Gesundheitswesen verändert sich. Immer mehr qualifizierte Gesundheitsfachkräfte möchten flexibel arbeiten und erwarten Arbeitsmodelle, die sich besser mit ihrem Alltag vereinbaren lassen.
Für Einsatzbetriebe bedeutet das, dass klassische Vollzeitmodelle immer häufiger an ihre Grenzen stossen. Eine zukunftsfähige Personalplanung muss deshalb nicht nur den steigenden Personalbedarf berücksichtigen, sondern auch die veränderten Erwartungen der verfügbaren Fachkräfte.
Flexible Beschäftigungsmodelle und temporäre Fachkräfte werden dabei zunehmend zu einem strategischen Bestandteil der Personalplanung – nicht als Ersatz der Stammbelegschaft, sondern als sinnvolle Ergänzung.
Richtig eingesetzt können sie dazu beitragen:
Flexibilität ist damit keine kurzfristige Notlösung, sondern ein wichtiger Baustein einer resilienten Personalstrategie.
Die Umfrage zeigt nicht nur, warum Gesundheitsfachkräfte flexibel arbeiten möchten. Sie gibt auch Hinweise darauf, welche Faktoren darüber entscheiden, ob ein Einsatz erfolgreich verläuft.

Auf die Frage, was ihnen bei einem Einsatzbetrieb besonders wichtig ist, nannten die Befragten vor allem drei Aspekte:
Diese Ergebnisse zeigen, dass erfolgreiche Einsätze nicht allein von der fachlichen Qualifikation abhängen.
Ebenso wichtig sind klare Prozesse, transparente Kommunikation und eine Unternehmenskultur, in der auch temporäre Mitarbeitende als Teil des Teams wahrgenommen werden.
Das bestätigt auch ein weiteres Ergebnis der Umfrage:
Diese Zahlen zeigen, dass viele Schweizer Gesundheitseinrichtungen bereits gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit temporären Fachkräften schaffen. Gleichzeitig fühlt sich fast ein Drittel der Befragten selten oder nie vollständig integriert – ein Hinweis darauf, dass es weiterhin Potenzial gibt, Onboarding und Teamintegration systematisch zu verbessern.
Der Fachkräftemangel im Gesundheitswesen wird sich nicht durch eine einzelne Massnahme lösen lassen. Die Ergebnisse der Gesundheitswesen-Umfrage zeigen jedoch drei Handlungsfelder, auf die Gesundheitseinrichtungen unmittelbar Einfluss nehmen können.
Die Mehrheit der verfügbaren Gesundheitsfachkräfte sucht heute keine klassische Vollzeitstelle.
Wer ausschliesslich auf traditionelle Arbeitsmodelle setzt, schränkt seinen potenziellen Talentpool unnötig ein. Flexible Einsatzmöglichkeiten und unterschiedliche Beschäftigungsmodelle können dazu beitragen, mehr qualifizierte Fachkräfte anzusprechen.
Eine strukturierte Einarbeitung erleichtert nicht nur den Einstieg neuer Mitarbeitender.
Sie schafft Sicherheit, verbessert die Zusammenarbeit im Team und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Fachkräfte gerne in denselben Betrieb zurückkehren.
Bereits einfache Massnahmen, wie eine persönliche Begrüssung, klare Zuständigkeiten und eine feste Ansprechperson, können einen grossen Unterschied machen.
Flexible Fachkräfte sollten nicht ausschliesslich als kurzfristige Notlösung betrachtet werden.
Richtig eingesetzt können sie helfen, Personalengpässe abzufedern, das Stammpersonal zu entlasten und Versorgungsspitzen besser zu bewältigen. Gerade in einem dynamischen Umfeld wird Flexibilität zunehmend zu einem festen Bestandteil einer resilienten Personalplanung.
„Unsere Umfrage zeigt, dass viele Gesundheitsfachkräfte ihren Beruf mit grossem Engagement ausüben möchten – allerdings unter Bedingungen, die sich besser mit ihrem Alltag vereinbaren lassen. Für Einsatzbetriebe bedeutet das, Personalplanung neu zu denken. Flexible Arbeitsmodelle und eine gute Integration temporärer Fachkräfte sind heute keine kurzfristigen Lösungen mehr, sondern wichtige Bausteine einer zukunftsfähigen Personalstrategie.“
Guido Roos, Senior Business Development Manager, Coople
Die Gesundheitswesen-Umfrage 2026 zeigt, dass sich der Schweizer Arbeitsmarkt im Gesundheitswesen strukturell verändert. Für Personalverantwortliche ergeben sich daraus fünf zentrale Erkenntnisse:
Mehr praktische Strategien zur flexiblen Personalplanung im Gesundheitswesen finden Sie in unserem Leitfaden zu Favoritenpools und Personalplanung.
Der Fachkräftemangel im Gesundheitswesen stellt Einsatzbetriebe vor immer komplexere Herausforderungen. Gleichzeitig zeigt die Gesundheitswesen-Umfrage 2026, dass qualifizierte Gesundheitsfachkräfte bewusst nach flexiblen Arbeitsmodellen suchen.
Mit Coople können Spitäler, Pflegeheime, Spitex-Organisationen und andere Gesundheitseinrichtungen qualifizierte Gesundheitsfachkräfte flexibel einsetzen und offene Schichten schneller besetzen.
Erfahren Sie, wie Coople Ihre Personalplanung unterstützen kann.
Über die Gesundheitswesen-Umfrage 2026
Die Ergebnisse basieren auf einer Online-Befragung von 385 aktiven Gesundheitsfachkräften aus der Deutschschweiz, die zwischen März und April 2026 durchgeführt wurde.
Zu den Teilnehmenden gehörten unter anderem Fachfrauen und Fachmänner Gesundheit (FaGe), Pflegehelfende SRK sowie weitere Gesundheitsfachkräfte, die über Coople Einsätze in Spitälern, Pflegeheimen und anderen Gesundheitseinrichtungen übernehmen.
Die Umfrage untersuchte unter anderem:

Warum Instabilität in der Pflege entsteht, was sie kostet – und wie nachhaltige Personalplanung wirklich funktioniert.

Immer mehr Pflegefachkräfte entscheiden sich bewusst gegen Vollzeit. Unsere aktuelle Umfrage zeigt, welche Rolle flexible Arbeitsmodelle dabei spielen – und warum sie für Betriebe zur Chance werden.

In diesem Beitrag erklärt Guido Roos, warum die Fluktuation im Gesundheitswesen steigt und wie flexible Personalplanung, interne Pools und moderne Modelle Teams langfristig stabilisieren.